Atmung und Zwerchfell

Lu.Thor-webAtmung als Heilmittel für Körper und Geist

Ohne Atmung kein Leben, ohne Zwerchfellmobilität keine heilsame Atmung.

Alle Lebensgrundfunktionen des Körpers, vor allem die Mitochondrien in den Zellen, brauchen Atmung.
Sauerstoff ermöglicht überhaupt erst  Zellaktivität und -erneuerung. Hirnzellen z.B., die unter 70% Sauerstoff erhalten, sterben ab. Ab 80% Sauerstoffzufuhr sind sie funktionseingeschränkt und in einer Art Dämmerzustand.
Atmung sorgt für Wahrnehmung und für das Fließen und Fühlen der Emotionen.

Atmung beeinflusst Neurotransmitter und Elektrolyte im gesamten Hirn- und Körperstoffwechsel.

Das Zwerchfell ist die größte horizontale Membran im Körper, die wir bewußt einsetzen können.
Es gehört zu den sogenannten Pumpebenen im Körper, die die Flüssigkeiten und die Druckverteilung in den Körperhöhlen ausgleichen.
Die anderen großen Pumpebenen sind der Beckenboden, die Thoraxapertur auf der Schulter zwischen Scapula (Schulterblatt) und Calvicula (Schlüsselbein), die Zungengrundmuskulatur und die Membranen im Kopf, bestehend aus Tentorium und Falx.
Die kleineren Membranen befinden sich in den Fußsohlen und Händen. Die Liste der Membranen könnte wegen der faszialen Kontinuitat, der ähnlichen Funktion, der bindegewebigen Konsistenz über Muskelfaszien, Knochenhaut und Zellmembranen bis in die atomare Struktur unseres Körpers fortgesetzt werden.
Für das ausgewogene Zusammenspiel der Körperinnenräume und Membranen wirkt der „Hiiii“-Laut aus den TAO-Praktiken wunderbar balancierend.

Das Zwerchfell ist fascial mit allen Ebenen verbunden.
Der grundsätzliche Denkansatz in der Osteopathie heißt : „Der Körper ist eine Einheit“. Das heißt, dass alles miteinander verbunden ist und synergetisch zusammenarbeitet. Zwerchfell und Beckenboden-Membranen funktionieren unmittelbar gemeinsam und in Kontinuität mit den anderen Pumpebenen.

In der taoistischen Organmassage Chi Nei Tsang werden Atmung und bewusste Energetisierung mit den Organen gezielt eingesetzt.

Die Zwerchfellatmung massiert unmittelbar verbundenen Organe:
LeberHerzLungen, Nieren, Milz und Bauchspeicheldrüse, Magen, SpeiseröhreDarmanheftungenRippenWirbel und alle zugehörigen Nerven-Geflechte und Energiezentren. Die Ausdehnung und das Zusammenziehen der Lungen dirigieren die Mobilität des Zwerchfells und umgekehrt.

Die Nierenenergie steigt aus dem Beckenboden auf.
Umgekehrt sind die Nieren für die Qualität des Bindegewebes und dadurch für die Kraft und Elastizität der Beckenbodenmuskeln und die hormonelle Balance der Unterleibsorgane zuständig.
Genau das werden wir im Chi Nei Tsang ganzheitlich mit der emotionalen Balance behandeln und am Körper erfahren.

SanEisBlauWieso brauchen wir Sauerstoff?
Seit die Einzeller sich im Laufe der Evolution mit Mitochondrien verbunden haben, können lebendige Zellen mit Hilfe von Sauerstoff ein Vielfaches mehr an Energie aus einer Kalorie erzeugen als im sogenannten anaeroben = sauerstofffreiem Stoffwechsel.

Was bedeuten Mitochondrien für unseren Stoffwechsel?
Mitochondrien
sind die von den Urmüttern vererbten „Brennöfen“ in jeder unserer Zellen. Mit Sauerstoff und Substanzen, die die Sauerstoffverwertung unterstützen, die sog. Antioxidantien, verwandeln Mitochondrien Zucker, Fett und wenn nötig Eiweiß in puren Brennstoff, den wir für jeden Stoffwechselvorgang und zur Geweberegeneration brauchen.

FarnBlauBei Alzheimerpatienten funktioniert genau der Mitochondrienstoffwechsel in den Hirnzellen nicht mehr richtig und diese sterben ab.
Einige Kräuter und bewusste Ernährung können Körper- und Hirnstoffwechsel sehr unterstützen.

Info und Kursanmeldung 

Das Zwerchfell ist die Brücke zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein.
Stoffwechselabläufe in der Zelle sowie Atmung und Kreislauf sind zum Glück unbewusst, also vegetativ gesteuert, sonst würden wir vor lauter wichtiger Geschäftigkeiten oder emotionaler Überflutung einfach vergessen zu atmen oder mit unserem Herzen das Blut zu pumpen.

Wie hängt das vegetative Nervensystem mit unseren Gefühlen zusammen?
Unbewusste Steuerung bedeutet, dass unbewusste Phänomene aus unserer Lebensgeschichte unser Atemmuster prägen, ohne dass wir es bemerken.
In vielen Atemtherapieformen (wie Rebirthing oder Holotropes Atmen, Reflektorische Atemtherapie usw.) ist diese Tatsache die Grundlage des Heilverfahrens.
Durch bewusstes Wahrnehmen der Atmung und bewusste Atemtechniken werden etwaige Kurzschlüsse im limbischen System (= unserem emotionalen Erinnerungsspeicher) aufgespürt und gezielt verändert.

Welche Rolle spielt das Zwerchfell im Stoffwechsel und unserem emotionalen Gleichgewicht?
Das Zwerchfell ist die Brücke zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein. Als Atemmuskel ist der Zwerchfellmuskel doppelt enerviert.
Im Zwerchfell treffen sich über die vegetativen Nerven aus dem Atemzentrum der Prasympatikus N.Vagus (aus dem Stammhirn im Hinterkopf durch For. Jugulare über die Speiseröhre zu Brust und Bauchorganen verlaufend) und der Sympatikus (aus dem Rückenmark in Höhe der BWS kommend und über den N. Phrenicus aus dem Bereich des 3. Halswirbels mit der Speiseröhre verlaufend).

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Die Griechen nannten das Zwerchfell „Pneuma“, den „Sitz der Seele“.
Wegen der dortigen speziellen Nervenversorgung können wir bewusstes Atmen und willentliche Kontraktionen in einem unbewusst gesteuerten Muskel auslösen, um an verborgene Blockaden zu gelangen und diese gleichzeitig zu befreien. Das ist ein außergewöhnlicher Schlüssel zu unseren Heilräumen und zur spirituellen Entwicklung.

Alle Muskeln des Körpers reagieren auf unbewusste Phänomene, so auch der Zwerchfellmuskel. Vom Atemzentrum gesteuert arbeitet er 24 Stunden am Tag, fast ausschließlich unbewusst. Wenn wir bewusste Atemzüge dazunehmen, erhöht sich unsere Stoffwechseleffizienz sofort.

Welche Einflüsse wirken auf unser Atemmuster?
Das Atemzentrum
regelt im Auftrag des limbischen Systems zusammen mit dem Thalamus und dem verlängertem Mark des Stammhirns (hinten im sog. Kristallpalast) den Ablauf der Atmungskontraktionen des Zwerchfells.
Es befindet sich, wie das Herz-Kreislaufzentrum, im verlängerten Rückenmark (Medulla Oblongata) hinten im Schädel über dem Eintrittsloch (Foramen Magnum). Im TAO wird dieses Energiezentrum Jadekissen genannt.
Das Jadekissen liegt genau dort, wo wir im Lauf unseres Lebens die meisten unerwünschten Landungen hinlegen oder andere Arten von Schlageinwirkungen im Spiel des Lebens abbekommen.

Emotionale Traumata verändern das vegetative Atemmuster genauso wie Schädeltraumata, die einen mechanischen Schock direkt im Atemzentrum hinterlassen oder über Gehirnerschütterung die Kurzschlüsse in der Nervenzellkommunikation hinterlassen können.
Auch Irritationen aus der unmittelbaren Umgebung des Zwerchfells wie
Leber, Herz, Lungen, Nieren, Milz und Bauchspeicheldrüse, Magen, Speiseröhre, Darmanheftungen, Rippen, Wirbel und gereizte Nervenverläufe können den Atem-Muskel bei der Ausführung seiner Arbeit direkt beeinflussen.

Wie kann osteopathische Behandlung auf Atem, Kreislauf und emotionales Gleichgewicht wirken?
In der Osteopathie heißt es „Struktur bedingt die Funktion und die Funktion bedingt die Struktur“. Wenn es gelingt, die Umgebung und eventuell bestehende Nervenirritationen (N.Phrenicus C3/N.Vagus Occiput/For.Jugulare/BWS) zu befreien, schafft dies für das Zwerchfell strukturell und nerval optimale Funktionsbedingungen. Diese optimierte Funktionsweise verbessert wiederum die Struktur des Zwerchfells selbst und die seiner Umgebung (Muskelverspannungen und daraus resultierende Skelett- bzw. Organveränderungen, welche ggf. zusätzlich zu befreien sind).

Befreite und mehr und mehr bewusst zugängliche Atem- und Organfunktionen können außerdem gezielt dazu eingesetzt werden, vegetative Schocks oder Gefühlsladungen im Körper effizienter zu verdauen, sprich zu integrieren.
So wird dies in Atemtherapieformen und in innerer Organmassage als eine spezielle Übungsform mit Zwerchfellkontraktionen aus meiner Praxis- und Seminararbeit zur Selbsthilfe eingesetzt.
In der Heilarbeit des Chi Nei Tsang aus dem Universal TAO geht es vornehmlich um die Harmonie der Fünf Elemente und den dazugehörigen Gefühlszuständen. Es geht darum, die Verbindung der Fünf Elemente in uns zu stärken und in Einklang mit der kosmischen Einheit zu leben und zu wirken.
In der Osteopathie wird die Struktur befreit, damit die Selbsthilfekräfte des Körpers wieder die Homöostase des Gesamtstoffwechsels herstellen. Das seelische Gleichgewicht ist dabei der Ausdruck der Körperharmonie.

Atmung ist ein sehr starkes Selbstheilungsmittel des Körpers.
Mit dem Ein- und Ausatmen gelangt die Sauerstoffladung zu den Mitochondrien und sorgt dort für nachhaltige und wirklich geniale (aus den Ur-Genen freigesetzte) Energie und gesunde Zellfunktion.

Atmung ist Leben und Leben will geatmet werden, auch in vollen Zügen.

In meinen Kursen ist es mir wichtig, dass die Praktiken entsprechend der körperlichen Disposition und den persönlichen Gesundheitsthemen angewendet werden. Deshalb arbeite ich in diesen Heilgruppen absichtlich mit kleiner Teilnehmerzahl.

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